David Rudatis, Author at Therefore https://therefore.ch/author/david-rudatis/ Full Service Agentur in Zürich Fri, 24 May 2019 11:54:35 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://therefore.ch/wp-content/uploads/2019/03/cropped-Therefore_Logo_Favicon-1-32x32.png David Rudatis, Author at Therefore https://therefore.ch/author/david-rudatis/ 32 32 Es weihnachtet in der Agentur! https://therefore.ch/es-weihnachtet-in-der-agentur/ Mon, 03 Dec 2018 08:00:34 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16961 Mandarinenduft strömt aus der Agenturküche, die erste Kerze vom Adventskranz brennt gemächlich vor sich hin und die letzten Tage des Jahres sind bald gezählt.

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Mandarinenduft strömt aus der Agenturküche, die erste Kerze vom Adventskranz brennt gemächlich vor sich hin und die letzten Tage des Jahres sind bald gezählt.

Doch wie vielerorts ist auch in unserer Agentur die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit nicht die stillste Zeit im Jahr.

Man könnte eher von den Wochen des Endspurts sprechen. Schnell noch eine Mandarine schnappen, um sich auf dem Weg ins nächste Meeting mit einem natürlichen Vitamin C-Schub zu versorgen. Jacke anziehen und wusch durch die Tür! Wollte ich nicht noch irgendetwas? …

Und so entstehen auch bei uns anheimelnde Bilder wie dieses hier mit dem Titel «Mandarobe», für das ein Objektkünstler wahrscheinlich Tage, wenn nicht Monate gebraucht hätte…

Wir wünschen Ihnen ein gutes Finale!

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Es ekelt mich, also hab‘ ich erkannt https://therefore.ch/es-ekelt-mich-also-hab-ich-erkannt/ Thu, 29 Nov 2018 12:49:24 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16951 Neulich war ich wieder mal beim Gummibärchentortenlieferanten meines Vertrauens: Bärenland.

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Neulich war ich wieder mal beim Gummibärchentortenlieferanten meines Vertrauens: Bärenland.

Wenn Sie Kunde der Agentur Therefore sind und in Ihrem Leben schon mal Geburtstag hatten, dann kennen Sie die schmackhaften Geburtstagstorten aus Gummibärchen, die aus reinem Fruchtsaft und frei von Konservierungsstoffen hergestellt werden, bestimmt. Und bei eben diesem Lieferanten bin ich auf «Been Boozled Jelly Beans» gestossen. Das sind Jelly Beans mit bizarren und schockierenden Geschmäckern.

Das fiese dabei ist, dass jeweils zwei Geschmacksrichtungen gleich aussehen, so teilt sich beispielsweise «Verdorbene Milch» und «Kokosnuss» oder «Hundefutter» und «Schokoladenpudding» die gleiche Farbe … Und man weiss nie ob man sich gerade das eine oder das andere einwirft.

Ich denke an meine Grossmutter, für die «Basler Mässmögge» das höchste aller Gefühle in Sachen Süssigkeiten war. In meiner Generation was das Motto «Sauer macht lustig» und nun geben sich die Kids mit eklig schmeckenden Süssigkeiten die Challenge in einer Mischung aus Mutprobe, Spannung und sich Todlachen, wenn ein Teilnehmer vor ekligem Geschmack im Mund fast stirbt. So macht Ekel Spass!

Das wiederum erinnert mich an Nietzsche, der Ekel als Ausdruck für den Überdruss des Menschen sah und an sein Zitat, das diesem Beitrag den Titel leiht.

P.S. Das Kind in mir hat gleich 5 Packungen für meinen Göttibueb und seine Brüder gekauft, das wird sicher saulustig!

P.P.S. hier noch die Geschmachsrichtungen:

  • Verdorbene Milch – Kokosnuss
  • Toter Fisch – Erdbeer-Bananen-Smoothie
  • Schimmeliger Käse – Karamell-Popcorn
  • Stinkender Spray – Lakritze (beide eklig?)
  • Erbrochenes – Pfirsich
  • Faules Ei – Butter-Popcorn
  • Nasenpopel – Saftige Birne
  • Gemähtes Gras – Limone
  • Stinkende Socken – Tutti-Frutti (ist eh fast dasselbe)
  • Hundefutter – Schokoladenpudding

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Zukunftstag mit Alicia https://therefore.ch/zukunftstag/ Thu, 08 Nov 2018 09:00:48 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16919 Ein Gast-Apropos: Wir haben in der Schule Zukunftstag. Das bedeutet, wir durften in verschiedenen Jobs schnuppern gehen und ich ging zur Werbeagentur Therefore.

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Ein Gast-Apropos von Alicia:

Wir haben in der Schule Zukunftstag. Das bedeutet, wir durften in verschiedenen Jobs schnuppern gehen und ich ging zur Werbeagentur Therefore.

Alexandra hat mir die verschiedenen Räume der Agentur gezeigt. Alle Leute machen verschiedene Sachen, die einen bearbeiten Bilder, die anderen schreiben Berichte, besser gesagt gibt es 3 verschiedene Berufe: Berater, Grafiker und Texter. Im Sitzungszimmer besprechen sie aktuelle Projekte, zum Beispiel neue Ideen oder über was sie berichten könnten. Es war für mich sehr spannend, vor allem, weil ich gelernt habe, wie es in einer Werbeagentur so zugeht. Ich durfte auch die Internetseite von Therefore anschauen und fand diese sehr spannend, weil nicht immer über das gleiche berichtet wird. Ich bedanke mich sehr, dass ich einmal einen Blick in euer Arbeitsleben werfen durfte.

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Jetzt merk dir das endlich! https://therefore.ch/jetzt-merk-dir-das-endlich/ Wed, 24 Oct 2018 13:27:58 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16889 Kennen Sie das, Sie müssen eine Information, die Sie eigentlich wissen müssten, immer wieder von Neuem nachschauen?

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Kennen Sie das, Sie müssen eine Information, die Sie eigentlich wissen müssten, immer wieder von Neuem nachschauen? Genauso, wie der Chef im Hitchcock-Klassiker «Marnie», der sich die Zahlenkombination für den Tresor nicht merken konnte und diesen immer wieder nachschauen musste…

In unserer Werbeagentur haben wir zwar keinen Tresor, dafür aber einen Chef, Grafiker, Texter und Projektleiter, die sich auch gewisse Sachen nicht merken können und immer wieder nachschauen müssen: Das Papiermass der Plakatgrösse F4-Weltformat zum Beispiel. Oder die Anleitung auf der Pizzaschachtel zum Aufbacken der Pizza. Oder die Abflugzeiten und das Gate auf dem Boardingpass. Und wer muss nicht vor jedem Tonerwechsel am Kopierer nachschauen, wie vorzugehen ist, obwohl man es davor schon tausendmal gemacht hat?

Dagegen gibt es jetzt ein Heilmittel! Es wird Sie wohl kaum verwundern, dass Mitarbeiter einer Werbeagentur, mit einem gewissen Faible für Typografie notabene, Ihnen eine Schriftart als Arznei gegen die Vergesslichkeit vorstellt: Sans Forgetica!

Die Schrift wurde von australischen Forschern unter Verwendung eines Lernprinzips entwickelt, das als «wünschenswerte Schwierigkeit» bezeichnet wird. Dabei wird dem Lernprozess eine Behinderung hinzugefügt, die es erfordert, sich mehr anzustrengen. Dies führe zu einer besseren Speichererhaltung und fördere so eine tiefere kognitive Verarbeitung.

Das leuchtet ein. Ferien zum Beispiel, die von Schwierigkeiten geprägt sind – Flug verpasst, Notlandung, Verhaftung, Tsunami etc. – vergisst man ja auch nie mehr. Diese bleiben mit exakter Jahreszahl in Erinnerung. Wohingegen man sich beim schnöden Ferienschema «Hotelbett, Frühstück, Strand, Mittagessen, Strand, Abendessen, Club, Hotelbett» kaum mehr an den Ferienort, geschweige denn an das Jahr erinnern kann…

Sans Forgetica kann kostenlos als Schriftart unter sansforgetica.rmit heruntergeladen werden. Haben wir schon getan! Ein Versuch ist es allemal Wert!

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Er ist wieder da! https://therefore.ch/er-ist-wieder-da/ Thu, 04 Oct 2018 08:48:15 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16860 Wer ist wieder da? Das grosse H! Hitler? Neiiiin, der Herbst! – Sie denken jetzt sicher: «Mann, diese Werber?!?»

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Wer ist wieder da? Das grosse H! Hitler? Neiiiin, der Herbst! – Sie denken jetzt sicher: «Mann, diese Werber kommen wieder mal mit luzidesten und flagrantesten Augenscheinlichkeiten wie die alte Fasnacht hinterm Busch hervor!»

Ein bisschen Recht haben Sie natürlich schon. Der Herbst kam dieses Jahr pünktlich auf den Tag und die Minute am 23. September um 03:54 Uhr und ist damit schon bald zwei Wochen alt. Doch beginnt der Herbst nicht erst wirklich dann, wenn einem Rosskastanien vor die Füsse rollen?

Am Mittagstisch in unserer Agenturküche: Ich bewundere die Formschönheit dieser Laubbaumfrüchte und schwärme über die Farbschattierungen und die Linien, die jeder einzelnen Kastanie ein individuelles Muster verleihen, ähnlich dem Fingerabdruck bei uns Menschen. Ich staune immer über das Wunder der Individualität, die die Natur so mir nichts dir nichts hervorbringt und lasse mich dazu verleiten Sisi zu zitieren: «Wenn du einmal im Leben Kummer und Sorgen hast, dann geh‘ so wie jetzt mit offenen Augen durch den Wald… und in jedem Baum und in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume, wird dir die Allmacht der Natur zum Bewusstsein kommen und dir Trost und Kraft geben.»

Die Eltern unter meinen Agenturkollegen rollen die Augen, heben die Augenbrauen und meinen wie aus der Kanone geschossen: «Ja, aber wenn die ganze Wohnung voll mit Eichel- und Kastanienmännchen sind, die vor sich hin schrumpeln … oder man in der Nacht aufs Klo muss und auf dem Weg dorthin eine Gratis-Fussreflexmassage bekommt, weil diese Dinger in der ganzen Wohnung verteilt herumliegen … oder eine gratis Akupunktur-Behandlung, weil man in herumliegende Zahnstocher stösst …»

Ja, heult doch! Wie dem auch sei, es ist Herbst in unserer Agentur.

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Summertime and the livin’ is easy https://therefore.ch/summertime-and-the-livin-is-easy/ Thu, 21 Jun 2018 13:40:42 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16710 Heute ist der längste Tag im schönsten und längsten Sommer, so far, gefühlt jedenfalls. Und alles ist so easy! So easy, wie im Moment erlebt man Zürich nur im Sommer…

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Heute ist der längste Tag im schönsten und längsten Sommer, so far, gefühlt jedenfalls. Und alles ist so easy! So easy wie im Moment erlebt man Zürich nur im Sommer …

Da gibt es eigentlich nur ein passendes Lied, um diese Easiness des Sommers noch zusätzlich zu untermalen: Summertime and the livin’ is easy. Ich ziehe mir gerade diesen einen Song von verschiedenen Interpreten rein. Billie Holidays Version von 1936 geht mir gerade so ziemlich unter die Haut.

Yeah, Zürich ist so easy drauf. Irgendjemand hat in seiner Easiness das hässlichste Plakat der Stadt – Therefore berichtete vor ziemlich genau 2 Jahren in einem Apropos darüber – entwendet und frech als Garderobe umfunktioniert. Oh yeah, so easy alles gerade. Sieht noch cool aus, diese Freestyle-Garderobe. Fast wie eine Fischli-Weiss-Installation. Dieser Zürcher Sommer ist ja wieder mal sowas von easy. Hoffen wir, dass er bleibt und wir die Jacken getrost noch ’n Weilchen hängen lassen können … Yeah, Summertime and the livin’ is easy …

Die Sommersonnenwende fand dieses Jahr um 12:07 Uhr statt, das heisst, die Tage werden bereits wieder kürzer. Jetzt aber nicht gleich hysterisch werden, easy bleiben, es dauert ja noch ein Weilchen bis zur längsten Nacht …

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Kurbeln Sie sich eine! https://therefore.ch/kurbeln-sie-sich-eine/ Thu, 17 May 2018 08:40:26 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16574 Kennen Sie diese Kurbel-Automaten, die Münzen derart umprägen, dass eine ellipsenförmige Platte mit einem Motiv darauf entsteht?

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Kennen Sie diese Kurbel-Automaten, die Münzen derart umprägen, dass eine ellipsenförmige Platte mit einem Motiv darauf entsteht?

Letztes Wochenende war ich in Milano und bin am Duomo wieder mal einem solchen Exemplar begegnet. Schade, hatte ich keine passenden Münzen dabei, sonst hätte ich meine Sammlung an Souvenirmünzen, Quetschmünzen, Souvenir-Medaille – oder auf Englisch Elongated Coins, «Verlängerte Münzen» also – aufstocken können.

Mich erinnern diese Münzen an eine längst vergangene Zeit. Gerade sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie eine elegante Edeldame in einem fussknöchellangen, hochgeschlossenen Kleid aus schwarzer Seide mit Puffärmeln, Wespentaille und einem Kragen mit ganz vielen Rüschen dran, in Begleitung ihrer Hofdame an der Genfer Seepromenade Quai Mont Blanc entlangschreitet. Die beiden Damen befinden sich auf dem Weg zur Schiffanlegestelle, um einer Einladung zum Mittagessen von Baron Rothschild nach Pregny Folge zu leisten…

Den Rest mit dem italienischen Anarchisten und der kleinen, spitzigen Feile kennen Sie wahrscheinlich… Das war am 10. September 1898, also etwa vier Monate nach der Einführung des ersten Prägeautomaten in Europa, der in Wien anlässlich des 50-Jahr-Regierungsjubiläums des Gatten oben erwähnter Edeldame aufgestellt wurde…

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Ein Glas Kindheitserinnerungen https://therefore.ch/ein-glas-kindheitserinnerungen/ Tue, 24 Apr 2018 09:53:55 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16338 Neulich haben wir von einem Werbemittelproduzenten ein Glas mit Mocken erhalten. Je nach Generation nennen wir sie 5er-, 10er- oder 20er-Mocken.

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Neulich haben wir von einem Werbemittelproduzenten ein Glas mit Mocken erhalten. Je nach Generation nennen wir sie 5er-, 10er- oder 20er-Mocken.

Wer sich in unserer Agentur einen Mocken in den Mund schob und dabei die Augen schloss, der schwelgte sogleich in schönen Kindheitserinnerungen. Ich weiss noch genau, wie ich mir als Knirps in der Badi mit meinem Sackgeld einen 5er-Mocken «gchrämlet» hatte, der 10 Rappen kostete …

Plötzlich hiess er dann 10er-Mocken, damit der Name auch dem Preis gerecht wurde. Die fortschreitende Inflation machte auch beim Mocken nicht halt und so wurde in den 90er-Jahren aus dem 10er-Mocken ein 20er-Mocken. Heute heisst er nur noch Mocken, doch der Preis steht nach wie vor drauf. Vielleicht wird dieser beim nächsten Inflationsschritt dann endgültig eliminiert.

Obwohl ich diese Plombenzieher nicht mehr so oft esse wie früher, finde ich es schön, dass es die alten Dinger noch gibt – um der Kindheitserinnerungen willen. Bei mir im Kopf läuft gerade ein Film ab … ist Ihr Kopfkino auch schon aktiviert?

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«He, he! Mir händ im Fall offe!» https://therefore.ch/he-he-mir-haend-im-fall-offe/ Thu, 12 Apr 2018 15:44:18 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16261 Unweit von unseren Büros befindet sich das Kunsthaus. Derzeit steht die Hüterin von Zürichs Kunstschätzen da wie eine Trutzburg. Hinter Barrikaden der Bauarbeiten scheint sie hervorzuschreien: «Wir haben im Fall geöffnet!»

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Unweit von unseren Büros befindet sich das Kunsthaus. Derzeit steht die Hüterin von Zürichs Kunstschätzen wie eine Trutzburg da. Hinter Barrikaden der Bauarbeiten scheint sie hervorzuschreien: «Wir haben im Fall geöffnet!»

«OFFEN» prangt es in den fünf Fenstern über dem Eingang. Die Architektur bietet sich geradezu an, um grossformatige Buchstaben aufzunehmen. Hätte es bloss drei Fenster, würde dann «AUF» darin geschrieben stehen?

Ist das Kunsthaus nun auf, offen oder geöffnet?

Bringen wir etwas Klarheit in den Gebrauch der deutschen Sprache: «Auf» wird normalerweise in Verbindung mit einem Verb gebraucht, um einen Vorgang auszudrücken wie «aufschliessen», «aufdrehen» etc. Umgangssprachlich hört man «auf», wie in «der Laden ist auf», – unter anderem auch Dank Reality-TV-Shows – immer häufiger.

Doch wie steht es mit «offen»? Offen ist das Ergebnis des Öffnens. Das Wort «geöffnet» ist eine Flexion des Verbs «öffnen» und wird bevorzugt gebraucht. «Geöffnet» setzt eine Handlung des Öffnens voraus. Das Ergebnis ist dann «offen». Also kann «geöffnet» immer durch das kolloquial wirkende «offen» ersetzt werden!

Umgekehrt geht das nicht. Dinge können offen sein, ohne dass es ein zugehöriges Agens gibt. Deshalb kann aus einer «offenen Frage» keine «geöffnete Frage» werden.

Bald komme ich mir selbst vor wie mein alter Deutschlehrer, der oft nach ausführlichen Erklärungen folgenden Satz vom Stapel liess: «Deutsche Sprache, schwere Sprache, einmal Busen vorn, einmal Busen hinten.» Das müssen Sie jetzt nicht verstehen …

Aber etwas anderes! Wann waren Sie das letzte Mal im Kunsthaus? Machen Sie doch den baugeplagten Kunstfreunden eine Freude und besuchen Sie es mal wieder. Zum Beispiel am Mittwoch; da ist für alle Besucher der Eintritt in die Sammlung frei!

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Im Auge des Betrachters oder Über Gedanken unter der Gürtellinie https://therefore.ch/im-auge-des-betrachters-oder-ueber-gedanken-unter-der-guertellinie/ Thu, 01 Mar 2018 13:55:49 +0000 http://www.therefore.ch/?p=16219 Gestern Abend an der Tramhaltestelle am Kreuzplatz: Das 8i-Tram fährt ein. Kurz bevor ich einsteige, fällt mir ein Graffiti auf dem Wartebänkli auf.

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Gestern Abend an der Tramhaltestelle am Kreuzplatz: Das 8i-Tram fährt ein. Kurz bevor ich einsteige, fällt mir ein Graffiti auf dem Wartebänkli auf.

Ich zücke noch schnell mein Handy und verpasse um ein Haar das Tram. Im Tram lese ich dann den Spruch: «When I open my eyes I wish to see your…». Wenn ich meine Augen öffne, möchte ich deine/n … sehen. Ich schmunzle und denke etwas Unflätiges.

Dieser Satz begleitete mich durch den Abend und ich fragte alle, die mir begegneten, welches Wort sie denn einfügen würden. Dem geniesserischen Lächeln der Befragten nach zu urteilen, war es in den meisten Fällen etwas unter der Gürtellinie. Hier eine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge: arse, boobs, boobies, butt, cock, dick, eyes, nipples, prick, smile, tits. Fragen Sie mich nicht weshalb – es ist einfach so! Natürlich gab es auch ein paar anständige Vorschläge, wobei ich nicht weiss, ob das genannte Wort tatsächlich «top of mind» war.

Ja, ich bin eben ein kleiner Verhaltensforscher. Doch nicht nur das. Als Mitarbeiter einer Werbeagentur kenne ich die Bedeutung von Targeted Content mit entsprechenden Keywords in Texten. So habe ich bei diesem Beitrag wieder mal auf die altbewährte Formel «Sex sells» gesetzt, um auf Google Analytics dessen Beliebtheit aufgrund meiner Wortwahl zu überprüfen.

PS: Tatsächlich stand auf der Bank «When I open my eyes I wish to see you❤». Ich habe doch glatt das Herz als R interpretiert. Es war also kein «Untergürtler», sondern einfach ein hoffnungsloser – oder sollte man nicht besser sagen – ein hoffnungsvoller Romantiker am Werk …

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